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12. Winterturnier der VF-Ludwigsfelde

Mit dem VSV Lazarett zum Triple???

Fast schon traditionell, eröffneten wir mit dem Winterturnier der Volleyballfreunde Ludwigsfelde unsere Turniersaison. In der diesjährigen 12. Auflage schickten wir uns an, nach 2014, 2015 auch 2016 aufs Siegerpodest zu krabbeln. Diese Zielvorgabe schien zunächst eine heikle Mission zu werden. Schon im Vorfeld war klar, dass wir aufgrund von Fitness-, Verletzungs- und Zeitproblemen, mit einem größeren Kader anreisen mussten, um überhaupt die Chance wahren zu können.

Am Morgen des 13.02.2016 hieß es für Matthias Muder, Marcus Janke, Björn Pfaender, Justin Wendland, Carsten Bochow, Susi Rieder und Carolin Dümichen, auf zu neuen Taten. Da nicht alle in einem Kfz Platz finden würden, entschied sich unser Jüngster im Bunde, die weite Reise allein auf sich zu nehmen. Die Tragweite dieser Entscheidung war uns jedoch noch nicht bewusst. Dass der Weltenbummler gern mal nen Schlenker macht, kennen wir ja bereits von unserem Vereinsausflug nach Mirow.

Pünktlich um 9 Uhr standen die meisten in der Halle und begannen mit Erwärmung und Einspielen. Voller Tatendrang wollten auch wir los legen, doch wo waren noch gleich unsere Bälle? Ahh…, mit der ehrenwerten Aufgabe des Balltransportes war Justin betraut worden, doch von ihm fehlte jede Spur. Zig Anrufversuche blieben ungehört und so verrinn die Zeit. Die Sonne kletterte unaufhaltsam gen Himmel um schließlich mit gebündeltem Strahl durch die Hallendachfenster zu brechen. Da war sie, die Erleuchtung, endlich betrat unser „Balljunge“, in gewohnt lässiger Manier, die Halle. Es war bereits weit nach halb Zehn. Später stellte sich heraus, dass er schlicht weg zur falschen Turnhalle gefahren ist. Wie der Zufall so will, wurde dort ebenfalls Volleyball gespielt. Dass von seinem Team niemand in Sicht war, ließ jedoch keine Warnlampe bei ihm aufglimmen.

Vorerst vollzählig, wandelte sich Anspannung in Wohlgesonnen, die geliebten Spielgeräte waren ja endlich eingetrudelt. Nahezu ohne nennenswerte Einspielphase ging es zur Begrüßung und anschließend folgte nahtlos der Anpfiff der ersten Partien.

Nun denn, in unserer ersten Spielansetzung ging es gegen die Volleyballfreunde 76. Dass wir oftmals etwas Zeit brauchen, um ins Spiel zu finden, sollte sich heuer nicht bestätigen. Ein deutlicher erster Satzgewinn und ein etwas weniger deutlicher zweiter waren die Ausbeute (18:9 & 18:16).

Bereits in Spiel zwei stand uns der Vorjahres-Zweite gegenüber. Wir kennen und schätzen uns, trainieren teils regelmäßig miteinander und haben schon das ein oder andere Turnier in Kooperation bestritten. Mit anderen Worten, eine nicht ganz emotionslose Partie wollte ausgespielt werden. Satz eins ging noch gut von der Hand. Den zweiten Satz gaben die Sternler nur mit Nachdruck her (18:13 & 20:18). Puh noch mal Glück gehabt… ;-)

Die ersten wichtigen Punkte standen also auf der Habenseite. Aufgrund körperlicher Gebrechen haben sich Björn und Carsten darauf geeinigt, sich eine Spielposition und damit das Turnier zu teilen. Björns Einstand folgte gegen die erste Garde des Gastgebers (VFL 1). Dank unserer Leistungsdichte, hatte der personelle Wechsel keine Auswirkungen auf den Spielfluss. So konnten auch hier die Schäfchen ungefährdet ins Trockene gebracht werden (18:15 & 18:13).

Im vierten Spiel des Tages schlich sich plötzlich der Schlendrian ein. Der VSC Lankwitz behielt im ersten Satz die Oberhand (18:15). Zur Satzpause hieß es für alle runterkommen, sammeln und sich neu zu fokussieren. Mudi gelang das offenbar am besten, er zauberte nicht weniger als 14 Angaben in Folge übers Netz. Zwischenstand im zweiten Satz, souveräne 14:0! Der Ehrenpunkt gelang dem VSC natürlich noch. Mit 18:1 war das jedoch eine Duftmarke unsererseits. Im entscheidenden dritten Satz ließen wir uns die Butter nicht mehr von Brot nehmen (15:8).

Inzwischen durften wir unsere treuen Fans und Auswechselspieler begrüßen. Vollen Mutes ging es in die fünfte Runde, doch auch hier verhalfen viele Fehler dem Kontrahenten zu einfachen Punkten. Die durchweg hohe Laufbereitschaft trug wesentlich dazu bei, dass auch gegen Blau-Weiß-Dahlewitz ein 2:0 eingeheimst werden konnte (18:14 & 18:15).


Es war eindeutig Zeit, frisches und erfahrenes Blut aufs Feld zu bekommen. Nicht zuletzt, weil Caro das Turnier vorzeitig verlassen musste, um es noch rechtzeitig zum Spiel der BR-Volleys zu schaffen. Gegen den VFL 2 übernahmen Kalli und Bernd, zwei Haudegen alter Schule. Um den beiden etwas Druck von den Schultern zu nehmen, ergriff abermals Mudi die Initiative und startete erneut eine Serie von 12 Angaben am Stück. Satz 2 war ebenso ungefährdet (18:4 & 18:9).

Rückwechsel, Björn hat sich seine Dusche redlich verdient! Im siebten und vorletzten Spiel standen uns die Delphine gegenüber. Das sollte nochmal ein etwas spannenderes Spiel werden. Bernd und Kalli hatten sich im vergangenen Match warm gespielt und waren spätestens jetzt ebenso angefixt uns zum Erfolg zu führen, Endstand 18:11 & 18:15.

So, ab zum finalen Streich. Auch Susi bekam in den Spielen zuvor eine schöpferische Pause, um nun wieder frischen Wind zu generieren. Auf der Abschussliste, ähhm... dem Spielberichtsbogen, stand kein geringerer als der Petkuser SV, ebenfalls eine feste und respektierte Größe auf vielen Turnieren der Region. Also nochmal volle Konzentration auf beiden Seiten! Den besseren Start konnten wir verbuchen und so gelang es uns zeitig einen satten Vorsprung herauszuspielen. Generell schienen die Petkuser etwas müde zu wirken. Lediglich mittels Einzelaktionen konnten sie ihre individuelle Klasse aufblitzen lassen, welche Susi durch hervorragende Blockarbeit im Keim zu ersticken wusste. Der Rest war Co-Produktion, ein kleine Serie Float-Angaben von Carsten, platzierte Angriffsschläge von Mudi, Marcus, Justin, dem feinen Gespür zur Lücke von Kalli und natürlich dem „siebten Mann“ am Spielfeldrand. Die Punktetafel sah’s ähnlich souverän (18:7 & 18:11). Damit stand nun auch fest, Mission Triple complete! ;-)

Grundlegend für diesen Erfolg war es eine perfekte Symbiose aus Jung und Alt zu schaffen. Dies ermöglichte, trotz vier gehandicapter Spieler, eine gleichmäßige Verteilung der Verantwortung auf allen Schultern. Dennoch haben sich mal wieder Schwächen aufgezeigt. Durch mangelnde Konzentration ergaben sich zahlreiche vermeidbare Fehler, welche dazu führten, dass wir den Spielen nur mühsam unseren Stempel aufdrücken konnten. Hohes Engagement aller führte letztendlich stets zum Spielgewinn. Gemeinsam sind wir stark, Zusammenhalt zeichnet sich aus und darauf kommt es an!

Vielen Dank, dem Team der Volleyballfreunde für die sehr gute und strukturierte Organisation des Turniers. Ein großes Lob gebührt auch allen fleißigen Helfern im Hintergrund, die zum Gelingen der Veranstaltung beitrugen!

Carsten Bochow